Amira staunt. Die Elfjährige sitzt auf dem Fahrersitz im Lastwagen  der Bundeswehr und schaut in den Seitenspiegel an der Beifahrerseite. „Ich sehe niemanden“, sagt sie – und das, obwohl ihre Mitschüler direkt neben dem Wagen stehen. Was ein LKW-Fahrer von seinem Führerhaus sehen kann und was nicht, hat Amira am Donnerstag, den 18. Juli bei einem Projekttag der Barbara-Grundschule zum Thema „Raus aus dem toten Winkel“ erfahren.

 Das Miteinander von Lkw, Bus, Radfahrer und Fußgänger im Bereich von Kreuzungen gehört zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr. Immer wieder kommt es zu schweren, mitunter tödlichen Verkehrsunfällen, weil Bus- oder Lkw-Fahrer beim Abbiegen einen Fußgänger oder Radfahrer übersehen, der sich im "Toten Winkel" befindet.

Besonders häufig betroffen sind Schulkinder, die aufgrund ihrer geringen Körpergröße und ihres noch nicht voll entwickelten Gefahrenbewusstseins eine besonders gefährdete Gruppe der Verkehrsteilnehmer bilden

Deshal ist es  Herrn Andreas Bahle von der Verkehrswacht schon seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen, den Grundschulkindern, die sich mehr und mehr selbstständig in der Verkehrswirklichkeit orientieren müssen, die Gefahren des toten Winkels bewusst zu machen. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Hauptfeldwebel Gruner und dem Oberstabsgefreitem Hammer, die sowohl den Lastswagen der Bundeswehr zur Verfügung stellten, als auch mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen den Kindern zur Seite standen.

 

 

Text und Foto: Stefan Kick




Powered by Joomla!®. Valid XHTML and CSS.